Unter dem Titel „Solidarität mit Collien Fernandes - Stoppt die sexualisierte digitale Gewalt!“ riefen die Streikkomplizinnen um 15 Uhr zu einer Kundgebung am Kornmarkt auf.
Im Schulterschluss mit Unterstützerinnen aus Aktionsgruppen, Initiativen, Parteien, Gewerkschaften und weiteren zivilgesellschaftlichen Akteuren in Nürnberg zeigten sie sich solidarisch mit Collien Fernandes, die mutmaßlich durch sexualisierte Deepfakes unfassbares Leid erfahren hat. Sie erstattete Strafanzeige in Spanien, da das Erstatten von Deepfakes nach deutschem Recht kein Straftatbestand ist.
Die Veranstaltungsleiterin Ruth Spielmann, die diese Bewegung im März 2026 gegründet hat, forderte konsequente Verfolgung und wirksamen Schutz für Betroffene.
Die Demonstration griff zentrale Forderungen eines bundesweiten Appels von über 250 Frauen aus Politik, Wirtschaft und Kultur auf. Dazu zählen unter anderem:
Leider sind Fälle wie Collien Fernandes kein Einzelfall und betreffen auch tausende nicht prominente Frauen. Auch der WEISSE RING in Nürnberg berät immer wieder Frauen, die Opfer von digitaler Gewalt geworden sind. Ein wichtiger Hinweis ist die Unterstützung durch die Organisation HateAid, die sich auf diesen digitalen Bereich spezialisiert hat.