Der Sicherheits- und Präventionsbeirat der Stadt Fürth lud in die Aula des Helene-Lange-Gymnasium in der Tannenstraße 19 zu einem Vortrag und einer Podiumsdiskussion ein. Das Thema lautete „Schau nicht weg! Sexuelle und sexualisierte Gewalt gegen Minderjährige“.
Den Vortrag hielt Jennifer Hansen vom Kinderschutzbund Nürnberg. Am Podium diskutierten Fachleute aus den Bereichen: Kinderschutzbund Nürnberg, Polizei Fürth, Psychotherapeutische Fachambulanz Nürnberg, psychosoziale Prozessbegleitung, Jungenbüro Nürnberg sowie eine Betroffene sexueller Gewalt. Die Moderation übernahm Dr. jur. habil. Angelika Emmerich-Fritsche.
Foto: WEISSER RING
Ziel war über Formen und Ursachen, sowie Folgen sexueller und sexualisierter Gewalt zu informieren. Es wurden auch Präventions- und Handlungsmöglichkeiten angesprochen.
Ein essenzieller Punkt ist die Frage, an wen Kinder und Jugendliche sich wenden können, wenn sie betroffen sind, aber die Eltern oder Verwandten als Vertraute nicht in Frage kommen.
Hier wären eventuell Peergroups wünschenswert, am besten an jeder Schule verankert. Auch müsste das Kinder- und Jugend-Telefon, bekannt unter dem Namen „Nummer-Gegen-Kummer“, mehr beworben werden (Tel: 116111). Hier gibt es eine online-Beratung anonym und kostenlos für Kinder und Jugendliche. Dies wäre möglicherweise ein erster Schritt, bevor spezielle Fachberatungen wie Wildwasser oder der Kinderschutzbund kontaktiert werden.
Im Team der Vorbereitung war KHKin Annegret Steiger von der Kripo Fürth, Alexander Bohn vom Jugendrat Fürth und Shatha Yassin-Salomo vom WEISSEN RING.
Die Koordination übernahm der Verwaltungsinspektor Thomas Hirschmann vom Amt für Umwelt, Ordnung und Verbraucherschutz der Stadt Fürth.
Es ergab sich eine angeregte Diskussion mit Fragen der Zuhörer im Anschluss an das Podium.